Tuesday, 13. january 2009
2
13
/01
/Jan.
/2009
23:18
Oh ja, wie gerne erinnern wir uns alle an die vielen Dienstagabende die wir mit den vier umwerfenden Damen aus Sex and the City verbrachten. Die meisten davon verbrachte ich aber leider nicht vor
dem Fernseher sondern Cosmopolitan shakend hinter der Bar. Kaum war der Abspann am heimischen Fernseher durchgelaufen, so stürmten auch schon Dutzende H&M-Taschen schwenkende und auf
Highheels von Vögele-Shoes wankende Twens die Bar. Nun wurden literweise Cosmopolitan geschlürft und darüber gestaunt wieviele Gemeinsamkeiten doch zwischen ihnen und Carrie existieren. Nichts war
zu banal, von "Wow ich hab auch blonde Locken!", über "Ich hab auch so einen schlimmen Schuhtick, ich hab 20 Paar Schuhe und nur 5 sind für schlechtes Wetter!" bis hin zu "Ich hab auch eine Affäre
mit einem Typen der nicht weiss was er will!" war alles zu hören was nur annähernd mit dem eben gezeigten Stoff in Zusammenhang stand.
Doch am allerschlimmsten waren die Möchtegern Samanthas. In Oberteilen deren Ausschnitte mindestens bis zum Bauchnabel gingen, (manchmal blitzte sogar mal was Verbotenes raus!), sassen sie nicht
selten an der Bar und erzählten ihren Freundinnen oder mir, man wollte sich die Konkurrenz ja schliesslich nicht selbst mitbringen, was sie doch neulich im Bett von einem Mr. Big (was ich ruhig
wörtlich nehmen dürfe) so alles ereignete. Spätestens nach dem dritten Drink häuften sich die Angebote an meine männlichen Kollegen und der Abfalleimer quoll über vor Handynummern und anderen
Liebesbekundungen. Mal ehrlich, abgesehen von Steve und Miranda ist wohl noch nicht oft aus einem Barkeeper und einem Gast ein glückliches Paar geworden. Aber schon manches romantische
Candlelightdinner, mit der eigenen Freundin wohl gemerkt, wurde mit solchen Trinkgeldern bezahlt.
Dein Barkeeper ist zwar gerne dein Psychologe, sonst gebe es ja auch diesen Blog nicht, doch spätestens bei Erlebnissen die sich in einem Bett abspielen, sind Freunde, und wer Keine hat, sein
besser bezahlter Psychologe der geeignetere Ansprechpartner.
Nun muss ich wohl gestehen, dass auch ich mir den Film bereits 431 Mal angesehen habe und danach in meiner Lieblingsbar einen Cosmopolitan genossen habe. Der Unterschied besteht allerdings
darin das ich dann den Blick verträumt umherschweifen lasse und mich NUR in Gedanken wie Carrie fühle.
Und falls ich doch mal zu glücklich bin um es für mich zu behalten, dann lade ich meine allerbeste Freundin ein , und nur sie, fülle mein Gefrierfach mit Eis und mixe mir meine eigenen
Cosmopolitan.
Cosmopolitan
4 cl Vodka
2cl Tripple sec
den Saft einer Limette
Cranberrysaft
Alles zusammen shaken und eisgekühlt in Cocktailschalen servieren
Cheers!
von Tamara Frank
-
veröffentlicht in: Gastronomie
-
0
Neueste Kommentare