Monday, 22. february 2010
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12:04
Peinlich, peinlich, aber für eine Bardame die nahe der Westschweizer Grenze arbeitet, spreche ich sehr schlecht französisch. Ich habe mich zwar fünf lange Jahre in der Schule mit dieser, ganz und
gar nicht romantischen Sprache rumgeplagt, trotzdem ist der einzig fehlerfreie Satz, den ich sagen kann: " Excuse moi, ma français çèst incroiable."
Gestern verirrte sich mal wieder Jemand von "ennet dem Röstigraben" (wie man hier in der Schweiz sagen würde) zu mir. Und weil ich so nett und zuvorkommend bin mühte ich mich ab, die Bestellung auf französisch aufzunehmen und ihm geduldig zu erklären, dass er nur im Raucherraum rauchen darf. Hätte ich mich doch nur von Anfang an stur gestellt! Der Typ kam langsam in Fahrt und erzählte irgendwelche Storys die er hier mal vor Jahren während dem Karneval erlebte. Ich verstand zwar nur etwa jedes vierte Wort lächelte aber nett und liess ab und zu ein "Ah" oder ein anerkennendes "Oh" fallen. So kam er vom Hundertstel ins Tausendstel und mein Lächeln fror langsam ein. Endlich neue Gäste! Nur dieser Typ quatscht auch dann munter weiter, als ich weg bin um die Bestellung aufzunehmen...
Langsam dämmert es auch mir, der ist ja heillos besoffen! Da kann ich mir das Zuhören ja sparen. So versuch ich dem aus dem Weg zu gehen, ich muss ganz dringend in die Küche, die Aschenbecher wechseln, etwas trinken, die Getränkekarten ordentlicher hinstellen...
Doch da kommt eine grössere Cocktailbestellung. So tue ich so, als müsste ich mich unglaublich konzentrieren um die paar Caipirinhas zu mixen. Dieser nervigeTyp hat aber auch zu diesem Thema ein paar Storys auf Lager. So erklärt er mir wie toll die Caipirinhas auf Cuba waren, nicht so lasch wie meine. Hallo! Gehts noch! Auf meine Caipis lass ich nichts kommen! Könnte ich nur genug Französisch um dem Typen mal so richtig die Meinung zu sagen... Doch, da will er schon zahlen und verschwindet endlich.
Ich muss dringend französisch lernen und sei es nur um Besoffene von Nüchternen zu unterscheiden und meine wirklich leckern Caipirinhas zu verteidigen.
Gestern verirrte sich mal wieder Jemand von "ennet dem Röstigraben" (wie man hier in der Schweiz sagen würde) zu mir. Und weil ich so nett und zuvorkommend bin mühte ich mich ab, die Bestellung auf französisch aufzunehmen und ihm geduldig zu erklären, dass er nur im Raucherraum rauchen darf. Hätte ich mich doch nur von Anfang an stur gestellt! Der Typ kam langsam in Fahrt und erzählte irgendwelche Storys die er hier mal vor Jahren während dem Karneval erlebte. Ich verstand zwar nur etwa jedes vierte Wort lächelte aber nett und liess ab und zu ein "Ah" oder ein anerkennendes "Oh" fallen. So kam er vom Hundertstel ins Tausendstel und mein Lächeln fror langsam ein. Endlich neue Gäste! Nur dieser Typ quatscht auch dann munter weiter, als ich weg bin um die Bestellung aufzunehmen...
Langsam dämmert es auch mir, der ist ja heillos besoffen! Da kann ich mir das Zuhören ja sparen. So versuch ich dem aus dem Weg zu gehen, ich muss ganz dringend in die Küche, die Aschenbecher wechseln, etwas trinken, die Getränkekarten ordentlicher hinstellen...
Doch da kommt eine grössere Cocktailbestellung. So tue ich so, als müsste ich mich unglaublich konzentrieren um die paar Caipirinhas zu mixen. Dieser nervigeTyp hat aber auch zu diesem Thema ein paar Storys auf Lager. So erklärt er mir wie toll die Caipirinhas auf Cuba waren, nicht so lasch wie meine. Hallo! Gehts noch! Auf meine Caipis lass ich nichts kommen! Könnte ich nur genug Französisch um dem Typen mal so richtig die Meinung zu sagen... Doch, da will er schon zahlen und verschwindet endlich.
Ich muss dringend französisch lernen und sei es nur um Besoffene von Nüchternen zu unterscheiden und meine wirklich leckern Caipirinhas zu verteidigen.
von Tamara Frank
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veröffentlicht in: Gastronomie
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Community: Gastroszene
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